Review: Perfect Software and other illusions about testing

Prefect Software and other Illusions about testing written by Gerald M. Weinberg

Testing ist eine der Disziplinen, in denen nicht allein die Technologie kompliziert ist. Zusätzlich stellen einen die Kommunikation und der soziale Frieden vor Herausforderungen Es ist wichtig zu lernen und zu vermitteln, was Testing ist, wo Grenzen liegen und wie man erfolgreichen zusammen arbeitet. Wenn es ums programmieren geht, ist klar, dass es ein komplexes Thema ist. Es fällt vielen allerdings schwer, sich das Gleiche für das Testing vorzustellen. Der Gedanke, es wäre möglich Menschen von der Straße schnappen und strukturlos durch Software schicken, ist schnell gefasst.

Gegen solche Aussagen möchte dich dieses Buch rüsten. Es greift Vorurteile auf und klärt welche Ansprüche und Vorstellungen realistisch sind, wenn es darum geht Software zu testen.

Zielgruppe

“Perfect Software and other illusions about testing„, ist ein Buch für viele Menschen. Als Juniortester, der von den Erfahrungen eines Mentors profitieren möchte, bekommst du genau das. (Damit ist es eine tolle Ergänzung zu “Lesson learned in Software Testing: A Context-Driven Approach“ von James Bach, Cem Kaner und Bret Pettichord, welches eines meiner nächsten Reviews wird.) Als erfahrener Tester wirst du neue Kommunikationsansätze finden und grundsätzlich nicht leer ausgehen.

Das Buch ist außerdem dazu gedacht weitergegeben zu werden. Es ist ein Titel für Entwickler, Projektmanager und alle deine anderen Kollegen, die für ordentliche Software verantwortlich sind und wissen müssen welche Grenzen und Probleme es gibt. Dieser Aspekt ist nicht als Sekundäre zu verstehen, sondern war ein Ziel des Autors:

“My intended audience is broad: I envision this book in the hands of professional testers, developers, consumers, analysts, designers, programmers, all of their managers, and all of their coworkers” – Preface xiv

Wenn du angeleitet werden möchtest, wie du Software praktisch testen kannst, wirst mit diesem Titel nicht glücklich sein. Es geht darum, wie du mit falschen Erwartungen und schlechter Kommunikation umgehen kannst.

Umfang/Inhalt

Das Buch umfasst achtzehn Themenbereichen auf 216 Seiten, wesentlich kompakter lassen sich Informationen nicht drucken. Grundsätzlich habe ich mir gewünscht, dass der Umfang größer wäre. Nicht weil er zu gering ist, sondern weil die Informationen gut aufbereitet und nützlich sind.

Jedes der achtzehn Kapitel ist gleich Strukturiert, mit dem offensichtlichen Ziel den Leser, beim Wiederfinden und lernen von Informationen, zu unterstützen. Nach einer kurzen Einleitung beantwortet der Autor mehrere Fragen, mit jeweils bis zu zwei Seiten Text, in der Regel weniger. Das ist möglich, weil er Wiederholungen aus dem Weg geht und keine Füller einbaut. Er nimmt den Inhalt und die Zeit des Lesers ernst. In einer Zusammenfassung bekommt der Leser zum Ende die zentrale Information an die Hand, mit einer Liste von Fehlern die gerne gemacht werden.

In Kombination mit dem Index ist es simpel Informationen wieder zu finden und aufzuarbeiten. Es bietet sich also an dieses Buch nicht zu weit weg zu stellen, sondern griffbereit zu halten und regelmäßig zu stöbern, fünf Minuten bringen einem immer etwas. Das ist als Lesestrategie geeignet, da es nicht notwendig alles am Stück, vom Cover bis zum Ende, zu lesen.

Wie es für einen solchen Titel normal ist, beinhaltet er Informationen die der Leser nicht formuliert, aber im Kopf hat. Solche Inhalte werden gerne in Frage gestellt, weil Leser sich unsicher sind, ob sie nun etwas gelernt haben – diese Inhalte haben allerdings einen ungemeinen Wert. Der Autor hilft dir, dein implizites Wissen, in fassbares Wissen zu transformieren und kommunizierbar zu machen. Das alleine hat einen großen Nutzen. Diese Wandlung vom unterbewussten, zum ausführbaren Wissen macht einen guten Mentor aus, er befähigt den Leser sein vorhandenes Wissen zu benutzen.

Soziale Probleme, wie zum Beispiel der Umgang zwischen Testern und Entwicklern, vermittelt der Autor mit kleinen Geschichten, die als Beispiel dienen, zu denen er Lösungsvorschläge vermittelt.

Die Texte sind alle professionell geschrieben, wirken natürlich und sind leicht zu verstehen.

Fazit

Gerald M. Weinberg liefert mit diesem Titel das, was er verspricht. Anfänger und Profis werden von “Perfect Software and other illusions about testing” profitieren. Es ist eine großartige Stütze, um zu verstehen was Testing leisten kann und wie man, damit verbundene, Probleme löst. Es hilft die eigene Position zu verteidigen und gibt mir einen Mentor an die Hand, in dem ich immer wieder gerne nachschlage. Veteranen werden sich freuen gute Meinungen zu Themen lesen zu können, die nicht technisch sind.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand an das Ende dieses Buches kommt, ohne eine neue Erkenntnis in ihm gefunden zu haben. Wenn man das Buch lieben gelernt hat, möchte man es nicht mehr hergeben, es ist aber eine gute Idee es nicht für sich selbst zu behalten.

Informationen

Titel Perfect Software and other illusions about testing
Autor Gerald M. Weinberg
Verlag Dorset House Publishing
Seiten 2016
Sprache Englisch
Jahr 2008
ISBN 978-0-932633-69-9
Zielgruppe Tester, Projekt Manager, Entwickler
Outline
  1. Why Do We Bother Testing?
  2. What Testing Cannot Do
  3. Why Not Just Test Everything?
  4. What’s the difference between testing and debugging?
  5. Meta-Testing
  6. Information Immunity
  7. How to deal with defensive reactions
  8. What makes a good test
  9. Major fallacies about testing
  10. Testing is more than banging keys
  11. Information intake
  12. Making meaning
  13. Determining significance
  14. Making a Response
  15. Preventing software testing from growing more difficult
  16. Testing without machinery
  17. Testing scams
  18. Oblivion scams

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